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JEHOSCHUA

Am 10. Mai 2008, kam ein neues Projekt Burggrabes in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover,
zur Uraufführung: JEHOSCHUA – ein Oratorium von der Menschwerdung nach einem Libretto des Theologen und Autors Kurt Dantzer. Auftraggeber sind der Loccumer Arbeitskreis für Meditation sowie der Diakoniekonvent Lutherstift in Falkenburg, die 2008 große Jubiläen begehen. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Herrn Christian Wulff.
Weitere Aufführungen fanden in der St. Martins Kirche Nienburg sowie der St. Cyprian und Cornelius Kirche, Ganderkesee bei Oldenburg statt.
Von den namhaften Interpreten haben u.a. der musikalische Leiter Claus Bantzer sowie der Harvestehuder Kammerchor und die Cellistin Emmanuelle Bertrand bereits erfolgreich in Helge Burggrabes Marienoratorium STELLA MARIS mitgewirkt. Erweitert wird die Künstlerriege in JEHOSCHUA durch Johannes Peitz (Klarinette), Geraldine Follert-Zeller(Sopran), Anne Bierwirth (Alt), Manuel König (Tenor), Marek Reimann (Perkussion) sowie das Kammerorchester L’Arco. Einen besonderen Akzent erhält die Aufführung
durch Live-Malerei des Künstlers Ahmed Peter Kreusch.

Ausgangspunkt des Oratoriums sind die im hebräischen Namen Jehoschua enthaltenen Vokale I – E – O – U – A. Das Libretto ordnet diesen Vokalen fünf Bibelausschnitte und neue Texte hinzu, die den Weg der Menschwerdung beschreiben, der von der Heilung und Einsicht, liebendem Willen und Handeln, Gottesbegegnung und Eigenverantwortung des Menschen handelt.
Komposition und künstlerische Konzeption liegen in den Händen Helge Burggrabes. Texte und Aussagen werden durch Chor sowie solistische Klarinette und Cello erzählt und durch Streichorchester und Perkussion akzentuiert. Inspiriert von der Musik und den Vokalen kreiert der Maler Ahmed Peter Kreusch auf der Bühne fünf Bildwerke. Die großformatig projizierten Bildwerke entstehen aus dem Augenblick heraus,
vor den Augen des Publikums.
Der besondere Reiz von JEHOSCHUA liegt in der Verbindung von
Raum, Musik, Sprache und Malerei – ein audiovisuelles Kulturprojekt, das den besonderen Kirchraum würdigt und mit einer speziellen Dramaturgie aufgreift.

 

STELLA MARIS

Das Marienoratorium STELLA MARIS im Hohen Dom zu Köln

STELLA MARIS ist ein Marienoratorium von Helge Burggrabe für Solosopran, Sprechstimme, Kammerchor, Jugendchor, Cello, Blockflöte, Orgel, Wasser-Klang-Projektionen und Lichtkunst.

Die Komposition ist eine Hommage an die gotische Kathedrale in Chartres, die Burggrabe über Jahre hinweg immer wieder besucht hat, und an die Gestalt der Maria. Das konzertante Gesamtkunstwerk wurde für die 1000-Jahr-Feierlichkeiten zum Gedenken an Bischof Fulbert von Chartres komponiert, der in einer Predigt Maria als Stern lobte, der Orientierung und Halt im Strom des Lebens gibt.

Dass die Komposition mit Wasser und Licht spielt, geht auf zahlreiche Mythen zurück, die die Maria mit Wasser (Maris) und Licht (Stella) in Verbindung bringen. Die beiden Elemente setzt das multidimensionale Werk mittels Wasser-Klang-Projektionen und Lichtkunst in Szene. Der Name des Oratoriums erinnert zudem an den beliebten Beinamen der Jungfrau Maria „Stella Maris“ (dt. Meeresstern), den Seeleute seit Jahrhunderten verwenden, wenn sie Beistand in Seenot und bei Unwettern suchen.

Die Welt-Uraufführung des multidimensionalen Kunstwerks fand in der berühmten gotischen Kathedrale Notre Dame de Chartres am 8. September 2006 statt. Nach zwei erfolgreichen Aufführungen im Mariendom zu Neviges im Oktober 2007, war das Marienoratorium im Mai 2008 mit herausragenden Solisten unter der musikalischen Leitung des Kölner Domkapellmeisters Prof. Eberhard Metternich im Kölner Dom, Deutschlands größtem sakralen Bau, zu sehen.

Die beiden Frauenrollen haben Iris Berben als Frau M. und die Sopranistin Maria Jonas als Sophia übernommen. Zum Ensemble gehören weiterhin die französische Cellistin Emmanuelle Bertrand, der Kölner Domorganist Prof. Winfried Bönig und der Komponist des Werkes Helge Burggrabe als Flötist. Die weltweit einmaligen Wasser-Klang-Projektionen kreiert Alexander Lauterwasser.

In der Kölner Inszenierung wurde auch das neue 113 Quadratmeter große Gerhard Richter-Fenster einbezogen, das aus 11.500 Quadraten in verschiedenen Farben besteht.

Technische Planung und Umsetzung: Michael Suhr

 
 

Bekanntestes Bauwerk Deutschlands

Der Kölner Dom ist Deutschlands größter Sakralbau und bekanntestes Wahrzeichen. Kunsthistoriker sehen in ihm eine einmalige Harmonisierung sämtlicher Bauelemente und des Schmuckwerks im Stil der mittelalterlich-gotischen Architektur verwirklicht. Die riesige Fläche der Westfassade mitsamt den beiden Türmen von über 7.000 Quadratmetern ist bis heute nirgendwo übertroffen worden. Der Kölner Dom als bedeutendstes religiöses Wahrzeichen in Deutschland verdankt seine Entstehung der Überführung der kostbaren Reliquien, der Gebeine der heiligen drei Könige, 1164 von Mailand nach Köln. 1248 wurde mit dem neuen Dombau nach dem Vorbild der Kathedrale von Amiens begonnen. 1880 wurde der Kölner Dom nach über 600 Jahren vollendet, getreu den Plänen der Kölner Dombaumeister des Mittelalters und dem erhaltenen Fassadenplan aus der Zeit um 1280.

Alle Fotos: Adele Marschner

 
 
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